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Mittelaltermusik ist in der Pfalz mehr denn je
angesagt. Bereits im letzten Jahr konnte das
Package SUBWAY TO SALLY / SALTATIO MORTIS vor nahezu vollem Haus in
Annweiler aufspielen.
Damals fungierten SALTATIO MORTIS noch als Supportact und hinterließen
einen mehr als guten
Eindruck. Da gerade die Pfälzer für ihre Begeisterungsfähigkeit bekannt
sind, schwor man sich noch einmal in die Trifelsstadt
zu kommen. Obwohl gerade zur Sommerzeit in der Süd- und Westpfalz ein Überangebot
an Festen und Veranstaltungen
besteht, finden ca. 500 Neugierige den Weg in den Hohenstaufensaal.
Bereits am Nachmittag durfte sich der Verfasser
dieser Zeilen von den Ausmaß der Show ein Bild
verschaffen, da unsereins eigentlich als Bühnentechniker für die
Veranstaltung gebucht wurde und aktiv bei
Aufbaum beteiligt war. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass ich leider den
Supportact DRAMATIC IRONY
verpasst habe, da ich meine Kamera holen musste. Die Progressiv –
Metaller sollen einen ganz ordentlichen
Arbeitsnachweis abgelegt haben, auch wenn die Mucke nicht so recht zum
folgenden Mittelalterspektakel passen sollte.
SALTATIO MORTIS werden überschwänglich vom
Publikum empfangen und legen zugleich fulminant mit
„Hört die Trommeln“ los. Wie auch die meisten Kollegen verfügen
SALTATIO MORTIS über ein
Mittelalter/Unplugged – und ein Rockprogramm. Am heutigem Abend hat man
sich für letzteres entschieden.
Erst kürzlich hatte man die Arbeiten am neuen Album „Des Königs
Henker“ abgeschlossen und ist froh,
wieder auf der Bühne zu stehen. Gerade Bandkopf und Schlagzeuger
Lasterbalk der Lästerliche hat bei
seinem zwischenzeitlichen Ausflügen in Richtung Bühnenrand so allerlei
Geschichten zu den einzelnen Stücken parat.
Überhaupt wirkt das Ganze sehr spontan und
frisch. Musikalisch bietet man einen gesunden Querschnitt
durch die mittlerweile vier Studioalben, wobei glücklicherweise mit
„Tritt ein“
„Keines Herren Knecht“, „Salz der Erde“
und „ Rette mich“ das ein oder andere neue Stück schon
Berücksichtigung im Programm findet, auch wenn das Album erst in gut vier
Wochen erhältlich sein wird.
Unterstützt wird das Treiben von einer effizient
eingesetzten Lichtshow sowie Feuerfontänen und Pyros.
Auch musikalisch brennen die vielseitigen Musiker ein Feuerwerk ab. Immer
wieder wechselt man die teils
mittelalterlichen Instrumente durch. Selbst Sänger Alea der Bescheidene
zeigt sein Können auf der Schalmei
bzw. Sackpfeife. Glücklicherweise kopiert man nicht namhafte
Genrekollegen, sondern zieht seinen eigenen
Stil durch. Stellenweise sind zwar auch hier Anleihen zu bemerken, fallen
jedoch weiterhin nicht ins Gewicht.
Nach gut anderthalb Stunden Spielzeit läuten
SALTATIO MORTIS mit „ Erwachen“ das Finale ein, ehe
„Mein Weg“ und „Rette mich“ einen tollen Abend abschließen.
Setliste
Hört die Trommeln
Tanz der Tänze
Heuchler
Salz der Erde
Mea Culpa
Junges Blut
Dessous Le Pont De Nantes
Cantica Alhambra
Palästinalied
Keines Herren Knecht
Tritt ein
Falsche Freunde
Dunkler Engel
A Kenavo
Erwachen
Mein Weg
Rette mich
Equinox
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