Saltatio Mortis am 30.07.2005 in Annweiler
                                        –Hohenstaufensaal- 

                   Konzertbericht Saltatio Mortis von Frank Hameister
                                       (www.powermetal.de)

Mittelaltermusik ist in der Pfalz mehr denn je angesagt. Bereits im letzten Jahr konnte das
Package SUBWAY TO SALLY / SALTATIO MORTIS vor nahezu vollem Haus in Annweiler aufspielen.
Damals fungierten SALTATIO MORTIS noch als Supportact und hinterließen einen mehr als guten
Eindruck. Da gerade die Pfälzer für ihre Begeisterungsfähigkeit bekannt sind, schwor man sich noch einmal in die Trifelsstadt
zu kommen. Obwohl gerade zur Sommerzeit in der Süd- und Westpfalz ein Überangebot an Festen und Veranstaltungen
besteht, finden ca. 500 Neugierige den Weg in den Hohenstaufensaal.

Bereits am Nachmittag durfte sich der Verfasser dieser Zeilen von den Ausmaß der Show ein Bild
verschaffen, da unsereins eigentlich als Bühnentechniker für die Veranstaltung gebucht wurde und aktiv bei
Aufbaum beteiligt war. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass ich leider den Supportact  DRAMATIC IRONY
verpasst habe, da ich meine Kamera holen musste. Die Progressiv – Metaller sollen einen ganz ordentlichen
Arbeitsnachweis abgelegt haben, auch wenn die Mucke nicht so recht zum folgenden Mittelalterspektakel passen sollte.

SALTATIO MORTIS werden überschwänglich vom Publikum empfangen und legen zugleich fulminant mit
„Hört die Trommeln“ los. Wie auch die meisten Kollegen verfügen SALTATIO MORTIS über ein
Mittelalter/Unplugged – und ein Rockprogramm. Am heutigem Abend hat man sich für letzteres entschieden.
Erst kürzlich hatte man die Arbeiten am neuen Album „Des Königs Henker“ abgeschlossen und ist froh,
wieder auf der Bühne zu stehen. Gerade Bandkopf und Schlagzeuger Lasterbalk der Lästerliche hat bei
seinem zwischenzeitlichen Ausflügen in Richtung Bühnenrand so allerlei Geschichten zu den einzelnen Stücken parat.

Überhaupt wirkt das Ganze sehr spontan und frisch. Musikalisch bietet  man einen gesunden Querschnitt
durch die mittlerweile vier Studioalben, wobei glücklicherweise  mit „Tritt ein“

„Keines Herren Knecht“, „Salz der Erde“ und „ Rette mich“ das ein oder andere neue Stück schon
Berücksichtigung im Programm findet, auch wenn das Album erst in gut vier Wochen erhältlich sein wird.

Unterstützt wird das Treiben von einer effizient eingesetzten Lichtshow sowie Feuerfontänen und Pyros.
Auch musikalisch brennen die vielseitigen Musiker ein Feuerwerk ab. Immer wieder wechselt man die teils
mittelalterlichen Instrumente durch. Selbst Sänger Alea der Bescheidene zeigt sein Können auf der Schalmei
bzw. Sackpfeife. Glücklicherweise kopiert man nicht namhafte Genrekollegen, sondern zieht seinen eigenen 
Stil durch. Stellenweise sind zwar auch hier Anleihen zu bemerken, fallen jedoch weiterhin nicht ins Gewicht.

Nach gut anderthalb Stunden Spielzeit läuten SALTATIO MORTIS mit „ Erwachen“ das Finale ein, ehe
„Mein Weg“ und „Rette mich“ einen tollen Abend abschließen.

Setliste

Hört die Trommeln

Tanz der Tänze

Heuchler

Salz der Erde

Mea Culpa

Junges Blut

Dessous Le Pont De Nantes

Cantica Alhambra

Palästinalied

Keines Herren Knecht

Tritt ein

Falsche Freunde

Dunkler Engel

A  Kenavo

Erwachen

Mein Weg

Rette mich

Equinox